Weniger atmen und länger leben?

Es klingt wie ein Paradox: weniger Atmen und länger leben. Unser Körper braucht Sauerstoff. Je mehr wir atmen, desto mehr Sauerstoff nehmen wir auf. Hören wir auf zu atmen, sterben wir. Also sollte doch mehr atmen gesünder sein, oder?

weniger atmen und länger leben

Wenn wir genauer hinsehen, erschließt sich der Sinn des weniger Atmens. Ein großer Forscher auf dem Gebiet des Atmens ist Konstantin Buteyko. Er entwickelte eine Atemtherapie-Methode in den 50er Jahren. Es begann mit der Beobachtung, dass Sterbende intensiver atmeten, je näher sie dem Tod kamen. So begann Buteyko mit Versuchen zur Verringerung der Atemtiefe. Zu seiner Überraschung normalisierte sich Bluthochdruck seiner Patienten mit seiner Methode. Auch bei vielen typischen Zivilisationskrankheiten erzielte er in kürzester Zeit Erfolge.

Besonders Asthmatikern konnte Buteyko innerhalb von Tagen helfen, auf Medikamente zu verzichten und ein gesundes Leben zu leben.

Auch in den fernöstlichen Wissenschaften, die intensiv den Atem erforschen, gilt es als sicher, dass ein langes Leben mit einem Minimum an Atmung verbunden ist.

„Der weise Mensch atmet, als wen er gar nicht atmet“.

Lao-Tse

Stress und Hyperventilation

Betrachten wir die Idee „Weniger atmen und länger leben“ einmal von der Seite der Hyperventilation. Hyperventilation ist eine gesteigerte Atmung. Sie zeigt sich zum Beispiel bei einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems als auch bei kontrollierter Beatmung. Jeder hat wahrscheinlich die Erfahrung gemacht, dass ein Wutanfall die Atmung erheblich steigert und jede Menge Kraft kostet. Die angstbedingte Hyperventilation kann ein anderes Problem verdecken. Bei einer Panikatacke hilft die berühmte Papiertüte zum Atmen, um mehr Kohlendioxid zuzuführen. Durch die Tüte atmet man das ausgeatmetet Kohlendioxid wieder ein.

Die Hyperventilation führt kaum zu mehr Sauerstoff im Körper. Hingegen wird das Kohlendioxid abgeatmet. So kann die Konzentration von Kohlendioxid (CO2) im Blut fallen, was zu einer Störung des Säure-Basen-Gleichgewichtes führt. Kohlendioxid ist größtenteils als Kohlensäure gebunden. Bei einer vermehrten Abatmung steigt der ph-Wert des Blutes bis hin zu einem lebensbedrohlichen Zustand.

weniger atmen und länger leben

Eine hohe CO2 Konzentration geht mit einer niedrigen Sauerstoff-Konzentration einher. Diese führt zur Erweiterung der Gefäße im Gehirn, damit die Nervenzellen mit Sauerstoff versorgt werden. Bei der Hyperventilation tritt der gegenteilige Effekt ein: die Gefäße im Gehirn ziehen sich zusammen. So entsteht durch vermehrte Atemtätigkeit und maximale Sauerstoffsättigung eine Unterversorgung des Gehirns.

Eine ph-Verschiebung führt vermutlich zu Störungen des Elektrolythaushaltes. Die Konzentration des frei gelösten ionisierten Calziums im Blut nimmt ab. Das Sinken der relativen Konzentration im Blut führt zu einer Überregbarkeit des Nervensystems und der Muskulatur. Diesen Effekt kennt jeder, der das erste Mal Quantum Light Breath praktiziert. Gähnen, Seufzer, „Ameisenlaufen“, Verkrampfung der Hände und Lippen sind weitere Erscheinungen bei der Tiefenatmung. Allerdings: dieser Effekt verschwindet, wenn man öfter Quantum Light Breath übt. Der Körper stellt sich darauf ein. Und nach der Verkrampfung tritt eine tiefe Entspannung ein. Holotropes Atmen, Rebirthing, QLB setzen diese Hyperventilation ein.

Wenn ein Mensch jedoch unter Dauerstress leidet, permanent zu viel atmet, dann ziehen sich die Gefäße im Gehirn zusammen. Somit wird es permanent mit wenig Sauerstoff versorgt. Was sagt das Gehirn? Es versorgt nur noch die Bereiche, die für das Überleben notwendig sind, also unser altes Reptilienhirn. Angriff oder Flucht, an mehr können wir nicht denken in diesem Zustand. Keine Inspiration, keine Ideen, keine Verbundenheit – der Stress dominiert das Denken und den Körper. Gefühlte Luftnot führt zu noch mehr Stress.

Weniger Atmen und länger leben

Was ist nun die Lösung des Problems?

Der Atem ist ein Freund, der dich in seine Schwingung, seine Lebendigkeit, seine Zartheit und Innigkeit und in seine Kraft aufnimmt und dich trägt und hält. Wenn du ihn vergessen hast, nicht achtest, gegen seine – deine – Schwingung lebst, hast du dich vergessen. Und doch ist er immer da, und singt dir das Lied deiner Seele vor. Du musst nur lauschen.

Herta Richter

Wenn ein Mensch über einen längeren Zeitraum zuviel atmet, ändert sich nach Buteyko die Atemsteuerung. Der Körper gewöhnt sich an weniger CO2. Lufthunger tritt bei niedrigen Kohlendioxid-Werten auf. Diese Verstellung wird wieder umgekehrt. In einer Atmung mit Lufthunger in gewissen Abständen verschiebt sich die Atmung wieder in das natürliche Gleichgewicht. Gleichzeitig steigt die Inspiration. Die beste Methode, die ich im Moment gefunden habe, ist Hypno-Breath von Fabian Ries. Er zeigt dir im Online-Kurs zum Atmen, wie du deine Atmung verbesserst. Ein Klick auf das Bild, und du kannst die Atemtechnik kostenlos ausprobieren. Viel Freude dabei wünsche ich dir.

Hypno Breath Fabian Ries

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