Mikrobiom und Saccharomyces Boulardii

Darmbakterien und Mikrobiom und Vagusnerv

Die Bedeutung des Mikrobioms, also der Gesamtheit unserer Mikroben in Körper und im Darm ist viel größer, als man bisher glaubte. Und gerade ansgesichts der Hygienediktatur wird mancher aufwachen im Kreis von Allergien, Verdauungsstörungen, Entzündungen, Ekzemen, Immunschwäche oder Immun-Überreaktionen.

Selbst Depressionen, Diabes, Reizdarm, Übergewicht oder ADHS wurden durch ein Gleichgewicht der Darmmikroben geheilt oder gebessert, schreibt Dr. Anna Katharina Zschocke.

Der Kontakt von außen kommender Bakterien mit den uns innewohnenden Bakterien und beider Kontakt zu unseren Körperzellen sind die physischen Grundlagen unseres Seins. Bakterien kommunizieren permanent mit unseren Körperzellen.

Das Mikrobiom wird von einigen Wissenschaftlern als „Super-Organ“ oder „Super-Organismus“ bezeichnet. Es ist im Dünndarm zu Hause, besteht aus ca. 100 Billionen Bakterien und Mikroben und wiegt ca. 1,5 bis 2 Kilogramm.

Der Verdauungstrakt ist bis heute noch in weiten Teilen unverstanden. So enthält der Darm schätzungsweise 100 Billionen Bakterien, etwa zehnmal so viel wie unser Körper Zellen hat. Diese innere Menagerie wiegt circa ein Kilogramm und besteht aus mehr als 500 verschiedenen Arten.

Jedes Bakterium dieser 100 Billionen hat eine Intelligenz – Signaleiweiße, mit denen es kommuniziert. Und auf direktem Weg ist es über den Vagusnerv mit unserem Gehirn verbunden.

Der Vagusnerv ist ein sehr langer Hirnnerv, der vom Hirnstamm durch den Brustbereich, entlang der Luftröhre, bis in den Bauchraum reicht. Entlang des Weges zweigt er zu den einzelnen Organen ab, wie zum Herzen, zu den Lungen und zum Magen-Darm-Trakt.

So steuert er die Aktivität von Herz, Magen-Darm-Trakt, Lunge, Nieren, Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse und der Geschlechtsorgane. Er leitet die Signale an das Gehirn weiter und steuert die Hormone. Somit sind unsere Stimmung, Aktivität, Sympathien, kognitiven Leistungen, Emotionen, Verhalten von der Aktivität des Vagusnervs abhängig. Und noch ganz am Rande: eines der Dinge, die ihn steuern, ist die Kälte – hier schließt sich der Kreis zu Wim Hof.

Zurück zum Mikrobiom

Das Mikrobiom bildet durch Kommunikation eine Einheit. Sie tauschen Lichtquanten, Elektronen und genetische Informationen aus. Sie reagieren auf den PH-Wert, Temperatur, Stoffe und Gase in der Umgebung. Sie kommunizieren nicht nur mit den Bakterien des eigenen Wirts, sondern auch mit denen in der Umgebung. Sie reagieren z.B. bei Stress alle gleichzeitig. Wo immer Bakterien leben, bilden sie Gemeinschaften. Indem wir mit der Nahrung oder Getränken Bakterien aufnehmen, informieren sie unsere körpereigenen Bakterien. Und offenbar wirkt die Information in milchsauer vergorenem Gemüse, Effektiven Mikroorganismen, Kefir, Yoghurt oder Kombucha lebensfördernd auf den Menschen.

Hingegen bringen Antibiotika und andere Medikamente unsere Mitbewohner in Bedrängnis. Das kann sich in Durchfall äußern, der z.B. durch Saccheromyces boulardii wieder gelindert werden kann.

Natürliche Geburt, Stillen, Umgebung des Babys

Die Babys schwimmen im Mutterleib nicht im bakterienfreien Raum. Bereits dort siedeln die ersten Mikroben der Mutter aus Blut und Fruchtwasser über. Weiter geht es bei der Geburt, während des Stillens, durch Tiere im Haushalt, Zärtlichkeiten der Verwandten – das Baby wird über die Umwelt durch Bakterien informiert. So nimmt die Besiedlung ständig zu und es bildet sein eigenes Mikrobiom aus. Die Entwicklung des Immunsystems ist beim Neugeborenen ein Einrichten und Kennenlernen, Kommunizieren und Erfahrungsaustausch. Wird das Baby in einer möglichst keimfreien, desinfizierten Umgebung gepflegt, können Immunstörungen wie Asthma, Heuschnupfen, Neurodermitis, Hausausschläge, Unverträglichkeiten, Allergien, Diabetes, Rheuma, multiple Sklerose… auftreten. Das häufigste Problem ist eine Immunschwäche, die sich durch häufige grippale Infekte und Durchfall zeigt.

Durch Probiotika kann diese Entwicklung verhindert oder wieder umgekehrt werden. Alte Menschen mit häufigen Darmerkrankungen erhalten mitunter eine Stuhl-Transplantation, um ein gesundes Mikrobiom anzusiedeln. Pflegt der Mensch sein Mikrobiom durch kräftiges Kauen, milchsauer Vergorenes, Probiotika nach Durchfall oder Antibiotika bleibt es lebenslang vital und gesund.

Mikroben und Menschen gehören wie alte Freunde zusammen. Der Mensch ist ohne seine „Untermieter“ nicht lebensfähig. Besonders aktiv sind sie in den Schleimhäuten – also dort, wo es feucht und warm ist und er Kontakt zur Außenwelt besonders intensiv.

Übergewicht und Mikrobiom

Eines der Risiken für Übergewicht ist das Betreten der Welt durch einen Kaiserschnitt. Hier fehlt die Besiedlung durch die Kleinstlebewesen der Mutter im Geburtskanal. Bei der Normalisierung des Körpergewichts spielt der Zustand der Kleinstlebewesen eine entscheidende Rolle. Es ist nicht möglich, mit der gleichen Diät die ganze Welt retten zu wollen, denn jeder Darm ist individuell besiedelt.

Eine drastische Ernährungsumstellung erzeugt Stress, dieser schädigt die Mikroben. Sie möchten in genussvoller Entspannung leben, so wie wir auch. Sie kommunizieren mit uns über den Appetit. Während wir die Diktatur der Diät über Bord werden, und außerdem die Regierung des Zuckers in die Verbannung schicken, können wir mit wohlgesonnenen Bakterien unseren Appetit regulieren. Gleichzeitig stärkt das bewusste Kauen der Nahrung die Kommunikation zwischen unseren Untermietern und unserem Gehirn – wir nehem unsere Bedürfnisse wieder wahr. Hier schließt sich der Kreis zur Achtsamkeit.

Damit meine ich nicht Begierden, die durch Mangel an Nährstoffen und schädliche Parasiten entstehen. Wobei der Mangel wiederum durch gesunde Bakterien im Darm geheilt werden kann. Mit einer gesunden Darmbesiedlung werden Nährstoffe besser aufgenommen.

Eine Fastenkur mit Darmreinigung und anschließendem Aufbau (z.B. durch S. Boulardii) kann Wunder wirken – für dein Immunsystem, deine Gewichtsregulierung und deine Darmgesundheit. Auf einmal schmecken frische Nahrungsmittel besser als verarbeitete.

Veränderungen des Mikrobioms

Unsere Besiedlung durch Bakterien und Mikroben passt sich ständig an die Umgebung an. Besonders unser Essen hat einen großen Einfluss. Essen wir regional und saisonal, haben wir zu verschiedenen Jahreszeiten verschiedene Stämme in uns. Verreisen wir, zeigt sich das noch nicht angepasste Leben unseres Darms in Durchfall oder Verstopfung. Nach wenigen Tagen passt es sich an. Deshalb sollte man auch auf Reisen möglichst regional essen, so passt sich unser Immunsystem am besten an.

Gemeinsam zu Essen in einer größeren Gemeinschaft passt die Mikroorganismen der Gemeinschaft an, ein Gefühl der Zusammengehörigkeit entsteht. Auch in der Luft eines Zimmers entsteht ein Gemisch der Lebewesen. Das fällt jedem auf, der in eine fremde Wohnung kommt – sie hat einen typischen Geruch. Diesen nimmst du nicht mehr wahr, wenn du eine Zeit lang dort lebst. Dann hast du einige deiner Mitbewohner integriert und gleichzeitig die winzigen Mitbewohner von dieser Wohnung aufgenommen.

Saccheromyces boulardii

Saccheromyces boulardii ist verwandt mit Saccharomyces cerevisiae, der Bierhefe. Namensgeber der Variante boulardii ist der französische Wissenschaftler Henri Boulard, der die Hefe 1920 in Indochina entdeckte und aus den Schalen tropischer Früchte (Litschi und Mangostan) isolierte. Henri Boulards war aufgefallen, dass die Einheimischen die Schalen von Litschi und Mangostan bei Durchfall einnahmen.

Der Hefestamm Saccharomyces boulardii SP92 ist eine besonders bioaktive Form der gesundheitsfördernden Hochleistungshefe: Die lebensfähigen Hefezellen werden nach Einnahme extrem schnell aktiviert, um ihre vielfältigen Wirkungen zu entfalten.

Saccharomyces boulardii wirkt ausschließlich im Darm. Dort besiedelt der lebendige, probiotische Wirkstoff die Darmwand. Durchfall-auslösende Krankheitserreger können sich nicht mehr in der Darmschleimhaut einnisten, werden in ihrem Wachstum gehemmt und mit dem Stuhl ausgeschieden. Deshalb wird S. Boulardii neben anderen Probiotika zur Vorbeugung und Behandlung von Durchfallerkrankungen verwendet. Aber auch bei Blähungen, Reizdarm, Pilzbesiedlung durch Candida albicans kann er helfen, das Mikrobiom wieder in ein Gleichgewicht zu bringen.

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Bauchgehirn und Kopfgefühl

Der Volksmund spiegelt es wieder „Mir ist schlecht vor Aufregung“, Schmetterlinge im Bauch oder ein flaues Gefühl inder Magengegend – unsere Verdauung ist direkt mit unseren Gefühlen verbunden.

Bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte man im Bauch das <Nervensysterm, das an Umfang und Funktion dem Kopf-Gehirn nicht nachsteht. In den Darmmuskeln liegen spezielle Zellen, die wie im Herzen als Rhythmusgeber Impulse an die Darmmuskeln abgeben und Bewegungen anregen. Das Bauchhirn umfasst mehr Neuronen als das Rückenmark. Dieses Enterische Nervensystem (ENS) stammt von Zellen ab, die in der embryonalen Entwiclung den Vagusnerv entlang in den Darm wandern. Dort differenzieren sie sich zu Nervenzellen. Sie kommen aus dem limbischen System. Das Enterische Nervensystem wuchs sozusagen aus dem Kopf in den Bauch und bleibt immer verbunden.

Starke Gefühle sind im Körpersystem gespeichert. Werden sie angetriggert, wird uns schlecht vor Angst oder wir müssen dringend auf Toilette. Andererseits haben wir alle ein bestimmtes Gericht, dass uns positiv an die Kindheit erinnert und wir uns sofort wohlig fühlen.

Wenn wir fasten wirkt der Kopf beruhigend auf den Darm ein und das Hungergefühl ist gering. Mindestens 25 Botenstoffe sorgen für eine schnelle Kommunikation zwischen Bauch und Kopf.

Mikrobiom und Seelenleben

Inzwischen entdeckte man, dass bei psychischen Erkrankungen bestimme Bakterien im Darm fehlen, überwiegen oder im Chaos versunken sind. ADHS, Alzheimer, Autismus und multiple Sklerose sind auch Erkrankungen des Mikrobioms.

gesund ernähren und Mikrobiom

In bakterienfreien Mäusen unter Versuchbedingungen wurden weniger Gene aktiviert, sie handelten extremer – extrem mutig oder extrem schläfrig. Wuchsen sie länger als 6 Wochen keimfrei auf, blieben die Gehirnfunktonen unterentwickelt. In Mäuseversuchen sahen die Wissenschaftler, dass die Bakterien im Darm von Mäusen direkt mit Wachstumsfaktoren verbunden sind, die eine Rolle bei Ess- oder Magersucht, Depressionen, Schizophrenie und Demenz spielen. Andererseits weiß man schon lange, das psychisch kranke Menschen eine gestörte Darmfunktion besitzen. Verstopfung, Reizdarm, Durchfall, Unverträglichkeiten und entzündliche Darmerkrankungen gehören zum Alltag. So könnte man erkllären, dass ADHS sich verändert, wenn kein Zucker mehr gegessen wird. Das Mikrobiom verändert sich, und damit das Verhalten von extrem zu normal.

Darmbakterien machen den Unterschied: sie lassen Nerven wachsen oder nicht, lassen Verknüpfungen entstehen oder hindern sie, sie fördern oder regulieren Neurotransmitter, Hormone und Blutzellen bis hin zum Immunsystem. Ohne Mikrobiom sind Menschen und Tiere nicht vollständig und handlungsfähig.

Gesund ernähren und Mikrobiom

Chemikalien (Glyphosat, Kunststoff und Aluminium von Verpackungen z.B.) und Medikamente stören das Gleichgewicht unserer winzigen Mitbewohner und könnten damit Probleme verursachen. Über Fleisch kommen antibiotika-resistente Keime in unseren Darm und stören ihn. Bauen wir unsere Nahrung hingegen selbst im Garten an, essen wir manches auch ungewaschen und nehmen wichtige Bakterien in unseren Körper auf. Außerdem sind fermentierte Nahrungsmittel der Gesundheit und Harmonie unseres Darms zuträglich.

Pflegen wir auf diese Weise das Mikrobiom, bleibt es lebendig und gesund und schützt uns lebenslang.

Zur Pflege gehört auch ein bewusstes Essen und Kauen.

Die Frische der Lebensmittel ist wichtig. Zerkleinerte Salate verlieren jede Stunde 30 Prozent ihres Vitamingehalts. In Fertigprodukten finden sich Stabilisatoren, Emulgatoren, Konservierungsstoffe, künstliche Vitamine, Zucker und jede Menge Salz … sie alle können unsere winzigen Mitbewohner empfindlich stören.

Natürlich kann man mit Produkten wie Emiko-San das Mikrobiom unterstützen und wieder aufbauen, aber nur eine natürliche, frische Auswahl der Lebensmittel erhält den Zustand langfristig.

Eine gesunde Ernährund, die freundlich zu unseren Mikroorganismen ist, enthält genügend Ballaststoffe. Frische Gewürze wie Anis, Kümmel, Pfeffer, Knoblauch, Majoran, Zimt, Curry, Nelken oder Rosmarin wirken gestaltend auf die Verdauung und damit auf das Mikrobiom. Nicht umsonst werden sie bei Entzündungen, Blähungen und Verdauungsstörungen therapeutisch verwendet.

Wir essen immer Bakterien mit – sie wohnen in unserem Haushalt, und je mehr desinfiziert wird, desto aggresivere Stämme siedeln sich an. Besser ist putzen mit Effektiven Mikroorganismen, so wohnen freundliche Bakterien um uns herum.

Fermentierte Lebensmittel

Die Fermentation in Sauerkraut, Kefir, Yoghurt, Salzgurken, Kimchi, Kombucha… schließt Lebensmittel auf. Es entstehen Mikronährstoffe und Vitamine, die besonders förderlich auf die Darmgesundheit wirken. Wichtig ist, diese Produkte nicht zu erhitzen. Dann regulieren sie den Blutzuckerspiegel, bremsen Entzündungen und stimulieren das Immunsystem. Selbst Müdigkeit, Stressanfälligkeit und Depressionen konnten mit fermentierten Lebensmitteln verringert werden.

Fermentierte Nahrungsmittel sind jahrelang haltbar. Milchsäurebakterien und Hefen finden sich in einem natürlichen Gleichgewicht ein. Auf sie trifft in vollem Umfang zu, dass sie nicht nur unsere Nahrung, sondern auch Heilmittel sind.

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